Alexander Flood begann schon in sehr jungen Jahren mit dem Komponieren, widmete sich dem aber erst ernsthaft, als er in Oxford und dann als Postgraduiertenstudent am King's College in London war. Seitdem hat er ein beneidenswertes Portfolio an Werken in den meisten Genres aufgebaut und viel Lob für die Dynamik, den Einfallsreichtum und die Kohärenz seiner Musik erhalten.
Seine Kompositionen schöpfen aus einem breiten Pool historischer und zeitgenössischer Einflüsse, und mehrere Stücke beziehen sich direkt auf bestimmte frühere Modelle. Ein viel wichtigerer Faktor war jedoch die Integration modaler Strukturen in seine Musik in Kombination mit weitreichendem harmonischem und melodischem Denken. Mit diesen starken Grundpfeilern seiner Technik hat er gleichermaßen erfolgreiche Partituren für professionelle und Amateurkünstler geschaffen.
Seine Kantate Born in Flight wurde bei ihrer Premiere im November 2016 großartig aufgenommen. Sie vertont drei Texte aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) bzw. die zu dieser Zeit im deutschsprachigen Raum im Umlauf waren. „Born in Flight“ spiegelt diese drei Jahrzehnte der Unruhen in Mitteleuropa wider – ein undurchdringliches Netz religiöser und politischer Unruhen – und thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und die Schrecken des Krieges, insbesondere die Vertreibung von Kindern als Flüchtlinge.
Alex ist als Konzertsänger in Großbritannien und im Ausland aktiv und hat kürzlich an Veranstaltungsorten in Oxford, London, St. Albans, Weingarten, Münster, Würzburg, Marburg, Tübingen und Heidelberg gespielt. Er genießt die Herausforderung, Programme für verschiedene Instrumente zuzuschneiden und dann mit der Klangpalette jeder einzelnen Orgel eine einzigartige Färbung für die Musik zu schaffen.
Woche für Woche spielt Alex für die Gottesdienste der Choral Mattins und Evensong in der St. Peter's Church in St. Albans, wo er maßgeblich an der Gestaltung und Installation der dreimanualigen Mander-Orgel beteiligt war. Dieses feine und sehr flexible Instrument bietet die Möglichkeit, die gesamte Bandbreite des Orgelrepertoires zu erkunden, von der frühesten Tastenmusik (aus dem 14. Jahrhundert) bis zur Gegenwart. Alex hat eine besonders starke Affinität zur Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und strebt danach, spannende, kohärente und historisch fundierte Interpretationen von Musik aus ganz Europa zu entdecken. Er ist auch im Kernrepertoire des 19. und 20. Jahrhunderts zu Hause, wobei seine Lieblingskomponisten Rheinberger, Reger, Karg-Elert, Tournemire und Messiaen sind. Alex hat auch das reiche Erbe an Musik bereichert, die ursprünglich für andere Instrumente geschrieben und als Orgelsolos arrangiert wurde. Besonders hervorzuheben sind seine vollständigen Arrangements von Elgars „Enigma“-Variationen sowie Purcells Viol Fantazias.
Alex ist kompromisslos darauf bedacht, Musik durch angemessene Rhetorik und Phrasierung kommunizieren zu lassen, was er in einem analytischen Ansatz und dem Einfühlungsvermögen eines Komponisten für die Prozesse findet, die in den Kompositionen anderer wirken. Dies in der Aufführung zum Leben zu erwecken, ist jedoch weniger eine Frage des Intellekts, sondern des wichtigsten Aspekts des Handwerks eines Organisten: ein Gespür für die Feinfühligkeit der Berührung, die erforderlich ist, um jede Orgel optimal zum Klingen zu bringen.
Eintritt: frei - wir bitten um eine Spende.
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